Mobile Shopping auf dem Vormarsch: Warum immer mehr Deutsche mit dem Smartphone einkaufen

Das Einkaufen per Smartphone, das mobile Shopping, ist auf dem Vormarsch. In einer aktuellen Studie der eResult GmbH geben 58 % der deutschen Smartphone-Besitzer an, in den letzten 12 Monaten mit Ihrem Smartphone auf Einkaufstour gegangen zu sein. Aber warum? Spontan überall und jederzeit shoppen In einer kürzlich durchgeführten Befragung widmete sich die eResult GmbH […]

Das Einkaufen per Smartphone, das mobile Shopping, ist auf dem Vormarsch. In einer aktuellen Studie der eResult GmbH geben 58 % der deutschen Smartphone-Besitzer an, in den letzten 12 Monaten mit Ihrem Smartphone auf Einkaufstour gegangen zu sein. Aber warum?

Spontan überall und jederzeit shoppen

In einer kürzlich durchgeführten Befragung widmete sich die eResult GmbH dem Thema mobile Shopping und befragte 452 Smartphone-Besitzer (davon 263 Smartphone-Shopper) zu Ihrem mobilen Nutzungsverhalten. Dabei wurde auch nach den Gründen gefragt: Wozu eigentlich mit dem Smartphone shoppen, wenn es sich doch bereits sehr bequem mit dem Laptop oder Tablet einkaufen lässt? Ein Nutzer fasst es schön zusammen: „…wenn ich unterwegs bin und daran denke, dass ich noch etwas bestellen muss, dann bestelle ich es lieber gleich, damit ich es später nicht vergesse. Oder man hat mal keinen PC zur Hand, beispielsweise im Urlaub… es gibt 10000 Gründe mobil online zu shoppen.“

Für das mobile Shoppen spricht vor allem die Spontanität: Über die Hälfte geben an, dass sie ihr Smartphone zum Einkaufen benutzen, weil sie etwas direkt und schnell kaufen wollen, sobald es ihnen in den Sinn kommt. Am Bahnhof eine tolle Geschenkidee gehabt? Handy raus, bestellt, fertig. Die Arbeitskollegen reden in der Mittagspause so begeistert von der neuen TV-Serie? Handy raus, bestellt, morgen ist sie da. Klingt verlockend, oder? Die Zielgruppe der Spontankäufer ist deshalb so eine reizvolle, weil es kein langes Abwegen und kritisches Überlegen gibt. Es sind Lustkäufe, die jederzeit und überall befriedigt werden können, ohne dass dafür ein Computer oder Ladengeschäft in der Nähe sein muss.

Apropos Computer in der Nähe: Ein weiteres wichtiges Argument für das mobile Einkaufen ist die Abwesenheit einer Alternative. Insbesondere wenn kein Computer zur Verfügung steht, wie z. B. beim Spaziergang im Park, unterwegs in der Bahn oder abends im Hotelzimmer, lockt das Smartphone mit seiner dauerhaften Bereitschaft zum Shoppen.

Ein dritter, sehr wichtiger Punkt, ist die Möglichkeit jederzeit und überall etwas kaufen zu können. Wie häufig passiert es ihnen, dass sie schnell noch die Bahn erwischen wollen und kein Kleingeld mehr zur Hand haben? Beim Betreten der Rolltreppe das Smartphone gezückt, unten angekommen bereits ein gültiges Ticket in der Tasche. Es ist wichtig, die Natur des mobilen Shoppens zu verstehen: Schnell, unkompliziert, direkt. Die Nutzer wollen unterwegs keine überdimensionierten Websites mit unzähligen Features. Es ist wichtig, sich auf das Wesentliche zu beschränken und trotzdem das Erlebnis nicht zu trivialisieren.

Einmal geshoppt, nie mehr gestoppt

Kennen Sie noch die Pringles-Werbung „Einmal gepoppt, nie mehr gestoppt!“? So oder so ähnlich verhält es sich auch mit dem mobilen Einkaufen. Fast 80 % der Befragten geben an, in den letzten 12 Monaten mindestens 2-3 Mal etwas per Smartphone eingekauft zu haben. 25 % sogar 6 Mal oder häufiger. Hier zeigt sich das enorme Suchtpotential, dass das mobile Shopping ausüben kann. Wer einmal die Vorzüge für sich entdeckt hat, will sie nicht mehr missen.

Wie kann das Erlebnis beim mobilen Shoppen verbessert werden?

Auf Platz 1 ein überraschend eindeutiges Ergebnis: „Die Websites sollten besser für mobile Endgeräte optimiert werden“, heißt es am häufigsten in den freien Antworten. Für Smartphone-Shopper als auch –Verweigerer steht fest, dass sie in Zukunft häufiger mit dem Smartphone einkaufen würden, wenn es besser angepasste mobile Versionen der Online-Shops gäbe. Die User Experience scheint auf einem kleinen Gerät eine noch fundamentalere Beziehung zu Einkaufserlebnis und –motivation zu haben, als sie es auf großen Geräten ohnehin schon hat. Nur wenn der Shop den Bedürfnissen und Anforderungen der mobilen Zielgruppe entspricht, kann sich Lust zum Kaufen per Smartphone entwickeln.

Enormes Zukunftspotential

Noch deutlicher drückt sich dieser Zusammenhang in Zahlen aus. 61 % der Smartphone-Shopper geben an, sie würden in Zukunft häufiger per Smartphone einkaufen, wenn ein Shop ihre genannten Verbesserungsvorschläge gut umsetzen würde.

Ich gebe es zu: bisher hatte ich den Komfort und die Möglichkeiten des mobile Shoppings unterschätzt, es eher als eine Art Notlösung angesehen – bis letzte Woche: Auf einer Firmenreise gingen unterwegs meine Ohrhörer kaputt. Da das WLAN im Hotel streikte, bemühte ich mein Smartphone: Ruck-Zuck hatte ich was ich wollte, die Bestellung ging dank amazon payments äußerst zügig, fast schneller als mit Laptop. Als ich dann zwei Tage später zu Hause ankam, wartete bereits das Päckchen für mich auf der Treppe. Glauben Sie mir, ich war begeistert!

Willkommen in der Welt des Mobile Shoppings.

Original gefunden auf http://www.usabilityblog.de
: Mobile Shopping auf dem Vormarsch: Warum immer mehr Deutsche mit dem Smartphone einkaufen

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